DEU veranstaltet Deutsche Meisterschaften im Eiskunstlaufen mit Christmas-Gala in Krefeld
(DEU, 06.08.2026) Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) wird die kommenden Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen am 18./19. Dezember 2026 in
der YAYLA ARENA in Krefeld veranstalten. Mit der abschließenden DEU-Christmas-Gala am Samstagabend mit nationalen und internationalen Stars
wird die Meisterschaft zu einem Highlight für alle Sport- und Eiskunstlauffans der Region und darüber hinaus. Am Start sind auch die Paarlauf-
Weltmeister Minerva Hase/Nikita Volodin.
Nach 63 Jahren werden die Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen wieder in Krefeld stattfinden, die 128. Ausgabe der Titelkämpfe wird ein besonderes
Ereignis für die Zuschauer*innen. Nach den Kurzprogrammen und Küren der besten deutschen Eiskunstläufer*innen im Kampf um die deutschen Meistertitel
wartet als Highlight der Veranstaltung die glitzernde DEU-Christmas-Gala. Zum Schaulaufen am Samstagabend werden nationale und internationale Stars der
Eiskunstlauf-Szene erwartet. Im Rahmen der Gala gibt es zudem eine Präsentation der neuen Synchroneiskunstlauf-Disziplin "Synchro9", die bei den
Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich erstmals olympisch wird.
Sportlich wird es spannend: Für die Athlet*innen sind die nationalen Titelkämpfe in Krefeld die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die Eiskunstlauf-
Europameisterschaften 2027 in Lausanne (Schweiz; 25. bis 31. Januar 2027). Die DM-Titel werden in den fünf Meisterklasse-Wettbewerben Damen, Herren,
Paarlaufen, Eistanzen und Synchroneiskunstlaufen (Disziplin Synchro 12-16) vergeben. Die Kurzprogramme finden am Freitagabend (18. Dezember) statt, die
Medaillenentscheidungen fallen in der Kür am Samstagmittag (19. Dezember). Die Teilnehmerfelder der Meisterklasse werden durch die besten Junior*innen des
Landes bereichert. Am Samstagabend sind die neuen Deutschen Meister*innen dann zusammen mit internationalen Eiskunstlauf-Stars in der DEU-Christmas-
Gala zu bewundern.
Neues attraktives Meisterschafts-Konzept am Eissportstandort Krefeld
Das DM-Weihnachtsevent wird in Zusammenarbeit mit der Seidenweberhaus GmbH, dem Betreiber der Multifunktionsarena, durchgeführt und soll durch seine
Strahlkraft die lokalen Eislaufvereine stärken. Der Eiskunstlauf-Nachwuchs der Region NRW kann die deutschen Paarlauf-Stars Minerva Hase/Nikita Volodin und
Annika Hocke/Robert Kunkel hautnah im Training und Wettkampf erleben. "Wir möchten den Zuschauer*innen und Fans mit den Deutschen Meisterschaften und
der Christmas-Gala ein schönes und attraktives Event bieten", sagt DEU-Geschäftsführerin Tatjana Wagner. "Mit dem neuen Konzept der integrierten Christmas-
Gala mit internationalen Weltklasse-Eiskunstläufer*innen heben wir die Präsentation unserer nationalen Meisterschaft auf ein neues Level."
Die YAYLA ARENA in Krefeld, Heimspiel-Stätte des Erstliga-Eishockeyteams Krefeld Pinguine, ist der perfekte Veranstaltungsort für die Titelkämpfe. „Die
Austragung der Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen in Krefeld ist ein besonderer Meilenstein für unsere Stadt und ein starkes Zeichen für den
Eissportstandort Krefeld. Wir sind stolz, Gastgeber dieser hochkarätigen Veranstaltung zu sein und freuen uns darauf, die besten Eiskunstläuferinnen und
Eiskunstläufer Deutschlands sowie zahlreiche Gäste in der YAYLA ARENA willkommen zu heißen", sagt Paul Keusch, Geschäftsführer der Seidenweberhaus
GmbH. Das erfahrene Veranstaltungsteam will die Titelkämpfe gemeinsam mit der DEU an dieser einzigartigen Event Location zu einem unvergesslichen
Erlebnis machen. Der Ticketverkauf für die Deutschen Meisterschaften startet im Laufe des Septembers.
Die Deutschen Nachwuchs- und Juniorenmeisterschaften im Einzellaufen, Paarlaufen und Eistanzen werden von 10. bis 13. Dezember 2026 in Dortmund
stattfinden. Die Deutschen Meisterschaften im Synchroneiskunstlaufen für Advanced Novice und Junioren sowie Synchro9 Junioren und Senioren werden im
Rahmen des DresdenCup (21. bis 24. Januar 2027) ausgetragen.
Foto: Luca Tonegutti
Annika Hocke/Robert Kunkel kehren mit Ziel Olympia 2030 nach Berlin zurück
(DEU, 02.08.2026) Die Olympia-Zehnten im Paarlaufen Annika Hocke/Robert Kunkel sind nach vier Jahren Trainingsaufenthalt im italienischen
Bergamo in ihre Heimat zurückgekehrt und haben ihren Haupttrainingsstandort wieder am Bundesstützpunkt in Berlin. Betreut werden die WM-
Siebten dort auf ihrem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich von Nolan Seegert, der als neuer DEU-Bundesstützpunkttrainer
beschäftigt wird.
In der vergangenen Olympiasaison haben Annika Hocke (26) und Robert Kunkel (27) die Zuschauer in den Eishallen und an den Bildschirmen mit ihren
unterhaltsamen Weltklasse-Programmen und spektakulären Elementen wie dem "Head Banger" begeistert. Mit Platz zehn bei den Olympischen Winterspielen
in Mailand und Platz sieben bei den Weltmeisterschaften in Prag liegt eine fantastische Saison hinter den Berlinern. Das Publikum hat sie mit Standing
Ovations gefeiert. Den Weg des Entertainment-Eiskunstlaufens will das Paar weitergehen und plant eine Fortsetzung der Karriere bis zu den Olympischen
Winterspielen 2030 in Frankreich. „Es ist der große Plan, bis Olympia 2030 weiterzulaufen“, sagt Robert Kunkel. Mit Start des neuen Olympiazyklus haben die
Deutschen Vizemeister ihren Trainings- und Wohnort zurück in ihre Heimat verlagert.
Seit Juni trainieren Annika Hocke/Robert Kunkel wieder fest am Bundesstützpunkt Berlin, wo sie bereits einen Teil ihrer Olympiavorbereitung auf Mailand
bestritten. Vor vier Jahren waren sie ins italienische Paarlaufzentrum Bergamo gegangen, weil es damals aus ihrer Sicht keinen passenden Trainer und keine
weiteren Top-Paare in Berlin gab. „Das alles hat sich in Berlin jetzt geändert und wir haben dem Ganzen in der Olympiavorbereitung eine Chance gegeben
und waren damit sehr zufrieden. Wir wollen die Vorteile, die Berlin mit der medizinischen Versorgung, der Physiotherapie und dem Standort bietet, nutzen“,
erklärt Kunkel die Entscheidung. „Das Wichtigste für uns war immer der Trainer, den es mit Nolan nun für uns gibt, und es ist auch schön, wieder zu Hause zu
sein.“
Zwei deutsche Weltklasse-Paare am Bundesstützpunkt Berlin
Das Kapitel Bergamo und sich dort einer starken internationalen Trainingsgruppe anzuschließen, war damals die richtige Entscheidung. „Wir bereuen es nicht,
nach Bergamo gegangen zu sein, sonst hätten wir nicht die EM-Medaille und den Grand-Prix-Sieg geholt“, blickt Kunkel zurück. Bronze bei der EM 2023 und
Platz fünf bei der WM 2024 sind aus dieser Zeit ihre bislang besten Meisterschaftsresultate. Seit Dezember 2024 ist Nolan Seegert, ehemaliger Olympia-
Teilnehmer mit Minerva Hase, schon Teil ihres italienischen Trainerteams um Ondrej Hotarek gewesen. Intensiver wirkt der 34-Jährige aber erst seit der
vergangenen Saison mit und wird Hocke/Kunkel nun im täglichen Training anleiten. „Nolan ist sehr engagiert und zuverlässig und ein Trainer, der seinen Job
für die Sportler und den Sport macht“, sagt Robert Kunkel über den ehemaligen Konkurrenten. Hotarek wird weiter Teil des Trainer-Teams bleiben.
Mit der Rückkehr von Annika Hocke und Robert Kunkel trainieren beide deutsche Weltklasse-Paare, die Eiskunstlauf-Deutschland in der Olympiasaison so
begeistert haben, mit dem Fernziel Olympische Winterspiele 2030 in Berlin. Die Weltmeister und Olympia-Dritten Minerva Hase/Nikita Volodin werden dort vor
Ort wie bisher von Knut Schubert und aus der Ferne von Dmitry Savin gecoacht. Hocke/Kunkel sind es aus Bergamo gewohnt, sich das Eis mit anderen Top-
Paaren zu teilen. „Wir hoffen, dass wir auch in Berlin davon profitieren“, sagt Annika Hocke, für die sich die Eishalle 2 im Sportforum noch genauso vertraut
anfühlt. „Dass die Trainingszeiten hier immer eine Stunde lang sind, ist sehr angenehm, in Bergamo waren es nur 40 Minuten“, freut sich Robert Kunkel.
Neue "entertaining" Programme für 2026/2027
Die Programme für die neue Saison 2026/2027 sind im Aufbau. Das Kurzprogramm wird mit Choreograph Joti Polizoakis in Berlin einstudiert. Die
Choreographie des Kür-Programms baute das Paar bei Luca Lanotte in der Olympiastadt Mailand auf. „Es wird wieder entertaining, mehr verraten wir noch
nicht“, kündigt Annika Hocke an. Für die kommenden Jahre sehen die Olympia-Zehnten viele Verbesserungsmöglichkeiten, an denen sie arbeiten möchten.
„Wir können uns noch überall weiterentwickeln, es gibt nichts, wo wir sagen können, da sind wir perfekt“, sagt Robert Kunkel. „Gerade mit den neuen
Regeländerungen, der neuen Choreo-Hebung und Choreo-Pirouette, kommt noch mehr Kreativität ins Spiel und wir haben für alle Elemente Ideen, wo wir uns
verbessern können, auch im Läuferischen, in der Prävention und Reha. Da sind keine Grenzen gesetzt.“
Die Vorbereitung auf die Olympiasaison hatte eine Handverletzung von Kunkel erschwert, daraus haben sie mit ihren erfolgreichen Auftritten definitiv das
Beste gemacht. Nach ihrem gemeinsamen Karriere-Highlight der Olympischen Winterspiele 2026 ist die Motivation weiter hoch und hilft auch die harten
Trainingseinheiten im Sommer durchzuziehen. „Wenn man den Großteil der Zeit das tun kann, was man liebt und vor Publikum laufen darf, das so mitgeht wie
bei Olympia oder der WM, dann machen wir unseren Sport super gerne, so lange wie es irgendwie geht, weil es ein großes Privileg ist“, meint Annika Hocke.
Die Zuschauer dürfen sich also noch mindestens vier weitere Jahre auf ihre beliebten Programme freuen.
Weltklasse-Eiskunstlauf zum Saisonstart bei der Nebelhorn Trophy
(DEU, 25.07.2026) Bei der letztjährigen Nebelhorn Trophy in Oberstdorf waren 32 spätere Olympia-Teilnehmer*innen der Winterspiele 2026 in Mailand am
Start. Auch bei der 58. Nebelhorn-Trophy von 24. bis 26. September 2026 im Eissportzentrum Oberstdorf ist wieder ein absolutes Weltklasse-Teilnehmerfeld
zu erwarten. Dann läutet der Challenger-Wettbewerb am Fuße des Nebelhorns den neuen Olympiazyklus der besten Eiskunstläufer*innen der Welt ein.
Im Vorjahr war die Nebelhorn Trophy, als Teil der ISU Challenger-Series, hochkarätig besetzt. Unter den Stars der Veranstaltung waren die deutschen
Paarlauf-Weltmeister Minerva Hase/Nikita Volodin, die japanischen Paarlauf-Olympiasieger Riku Miura/Ryuichi Kihara, die starken US-Läuferinnen Amber
Glenn und Isabeau Levito, der Schweizer Europameister von 2025 Lukas Britschgi sowie die mehrfachen EM- und WM-Medaillengewinner im Eistanzen Lilah
Fear/Lewis Gibson aus Großbritannien. Das Teilnehmerfeld der diesjährigen Nebelhorn Trophy steht nach dem Meldeschluss Anfang September fest und wird
erneut zahlreiche internationale Top-Eiskunstläufer*innen aufweisen. Der renommierte Wettbewerb in Oberstdorf ist für deutsche Eiskunstlauf-Fans die beste
Möglichkeit Weltklasse-Eiskunstlauf hautnah live zu erleben.
Aus deutscher Sicht streben die Olympia-Zehnten im Paarlaufen Annika Hocke/Robert Kunkel ihren Saisonstart bei der Nebelhorn Trophy an. Die Berliner
waren in der vergangenen Saison mit ihren spektakulären Flug-Elementen zu Publikumslieblingen avanciert. EM- und WM-Finalist Genrikh Gartung vom EC
Oberstdorf wird als Local Hero sein Nebelhorn-Trophy-Debüt geben. Für den 19-Jährigen steht die erste ganze Saison in der Seniorenklasse bevor, in der
Olympiasaison hatte der junge Vierfachspringer noch Starts in der Junioren- und Seniorenklasse absolviert. Mit zwei neuen Programmen und einem neuen Stil
will der Deutsche Meister an seiner Trainingsstätte vor Heim-Publikum einen guten Auftakt hinlegen und sich weiter in der internationalen Szene etablieren.
Das komplette DEU-Team für die Nebelhorn Trophy wird Anfang September bekannt gegeben.
Online-Tickets ab Mitte August
Der Online-Ticketverkauf für die Nebelhorn Trophy 2026 startet Mitte August. Weitere Informationen zur Nebelhorn Trophy gibt es auf der Event-Seite.
Synchroneiskunstlaufen feiert bei Winterspielen 2030 Olympia-Premiere
(DEU, 08.07.2026) Der Traum wird wahr! Synchroneiskunstlaufen wird bei den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich erstmals olympisch. Das
Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Disziplin mit dem neuen Format “Synchro 9” in das Olympische Programm aufgenommen, wie die
International Skating Union (ISU) am Dienstag mitteilte. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) visiert eine Olympia-Teilnahme in vier Jahren an.
Die brandneue Synchroneiskunstlauf-Disziplin "Synchro9" wird Teil des Wettkampf-Programms der Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich sein. "Dass
Synchroneiskunstlaufen mit der Disziplin Synchro9 olympisch wird, ist eine weitreichende Entscheidung für unsere Sportart. Wir kommen mit einer neuen
Team-Disziplin in das olympische Programm. Damit geht der Traum vieler Synchronläuferinnen in Erfüllung und wir wollen uns als eine der stärksten
Synchron-Nationen für diese Olympia-Premiere qualifizieren", sagt DEU-Geschäftsführerin Tatjana Wagner, bei der Deutschen Eislauf-Union für
Synchroneiskunstlaufen verantwortlich. Unter anderem durch die Aufnahme der Eiskunstlauf-Team-Disziplin Synchro9 sollen die Olympischen Winterspiele
2030 zu den ersten Winterspielen mit geschlechtergerechter Teilnehmer- und Wettbewerbsanzahl werden, wie das IOC mitteilte.
Bei der neu entwickelten Disziplin "Synchro9", die vom Weltverband ISU jung, modern, TV- und zuschauerfreundlich konzipiert wird, umfassen die Synchron-
Teams statt bisher 16 Läufer*innen nur 9 (ausschließlich weibliche) Sportlerinnen. Synchron beinhaltet Elemente aller Eiskunstlauf-Disziplinen Einzellaufen,
Paarlaufen und Eistanzen und das mit der Herausforderung, diese als Team synchron auszuführen. In welche Richtung "Synchro9" technisch genau gehen
wird, zeigt die kommende Saison 2026/2027. Dann wird die neue Disziplin, die bei der Synchron-WM 2026 in Salzburg von drei Demo-Teams aus Finnland,
USA und Kanada vorgestellt wurde, zunächst ihre internationale Wettkampf-Premiere feiern. Die ISU richtet 2027 eine große Weltmeisterschaft für Synchro 9
und Synchro 12-16 in Nottingham (Großbritannien; 26. März bis 4. April 2027) aus.
Die Deutsche Eislauf-Union befasst sich als viertbeste Nation der vergangenen SYS-Weltmeisterschaften (Synchro 16) bereits frühzeitig mit der neuen
Synchron-Disziplin, um sich mit gut ausgebildeten Synchro9-Teams für die olympischen Wettbewerbe qualifizieren zu können. Die DEU wird mit dem
Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundeskanzleramt im Rahmen der Strukturgespräche die Fördermöglichkeiten für die neue olympische
Disziplin Synchroneiskunstlaufen verhandeln, um den Leistungssport Synchron zielführend zu entwickeln. Auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen
2030 warten als wichtige Zwischenetappen die Olympischen Jugend-Winterspiele 2028 in Dolomiti Valtellina (Italien), wo das Format Synchro9 für den Anfang
im kleineren Rahmen olympisch wird, und die Multi-WM 2028 der ISU-Eissportarten Eiskunstlaufen, Synchron, Eisschnelllauf und Short Track in Peking
(China). Durch die neuen olympischen Perspektiven gewinnt Synchroneiskunstlaufen an Attraktivität, auch für gut ausgebildete Eiskunstläuferinnen der
anderen Disziplinen.
DEU gibt Eiskunstlauf-Bundeskader für Saison 2026/2027 bekannt
(Pamela Lechner, 07.07.2026) Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) hat den Eiskunstlauf-Bundeskader für die Saison 2026/2027 bekannt gegeben. Angeführt
von den Paarlauf-Weltmeisterin Minerva Hase/Nikita Volodin umfasst das Nationalteam zum Start in den neuen Olympiazyklus insgesamt 36 Athlet*innen im
Olympia-, Perspektiv-, Ergänzungs- und Nachwuchskader 1 (OK/PK/EK/NK1). Weitere 26 junge Sportler*innen wurden in den Nachwuchskader 2 (NK2)
aufgenommen.
Der DEU-Bundeskader für 2026/2027 wurde vom Präsidium der Deutschen Eislauf-Union, den Athletensprecher*innen und dem Deutschen Olympischen
Sportbund (DOSB) bestätigt. Der höchsten Förderstufe, dem Olympiakader, gehören erneut die Olympia-Dritten im Paarlaufen Minerva Hase/Nikita Volodin
an. Das Weltmeister-Paar aus Berlin setzt seine Karriere fort und visiert die Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich an. Auch die Olympia-Zehnten im
Paarlaufen Annika Hocke/Robert Kunkel laufen einen weiteren Olympiazyklus. Größte Höhepunkte in der kommenden Saison sind die Eiskunstlauf-EM in
Lausanne (Schweiz; 27. bis 31. Januar 2027) und die Weltmeisterschaften 2027 in Tampere (Finnland; 17. bis 21. März 2027).
Die Zukunft des erfolgreichen deutschen Paarlaufens soll durch Disziplinwechsel langfristig gestärkt werden. So ist die Deutsche Meisterin der Damen Julia
Grabowski kürzlich zum Paarlaufen gewechselt und bildet mit dem NRW-Paarläufer Lukas Gneiding ein neues Paar. Die DEU legt im neuen Olympiazyklus
2030 strategisch den Fokus auf die Paardisziplinen, um gut ausgebildeten Einzelläufer*innen mit größerer Perspektive im Eistanzen oder Paarlaufen einen
Disziplinwechsel zu ermöglichen. Dafür wurde für die Übergangsphase des Disziplinwechsels ein neuer Transferstatus "T" geschaffen.
Neues aussichtsreiches DEU-Eistanzpaar Sara Kishimoto/Michail Savitskiy
Am breitesten aufgestellt ist der DEU-Perspektivkader mit fünf Paaren im Eistanzen, darunter die Olympia-Teilnehmer Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin
Steffan und die EM-Finalisten Charise Matthaei/Max Liebers. Ein neues Eistanzpaar hat die DEU mit Sara Kishimoto/Michail Savitskiy, die an der Ice Academy
of Montreal (Kanada) und am Bundesstützpunkt Oberstdorf trainieren und seit Anfang Mai das internationale Startrecht für Deutschland haben. Der
zweimalige Junioren-WM-Medaillengewinner Savitskiy hat mit der gebürtigen Japanerin Kishimoto eine neue Partnerin gefunden. Seine ehemalige Partnerin
Darya Grimm startet mit ihrem neuen Partner Grigorii Rodin in der nächsten Saison nochmals in der Juniorenklasse – als sehr aussichtsreiches Paar für die
Junioren-WM 2027 in Sofia (Bulgarien; 24. bis 28. Februar 2027).
In den Einzeldisziplinen steht EM- und WM-Finalist Genrikh Gartung im DEU-Perspektivkader. Der 18 Jahre alte Vierfachspringer konzentriert sich fortan
komplett auf die Seniorenklasse. Bei den Frauen gibt es vier hoffnungsvolle Juniorinnen im Nachwuchskader 1, die in den kommenden Jahren Schritt für
Schritt den Anschluss an das Senioren-Niveau schaffen können. Die Deutsche Eislauf-Union verfolgt die leistungssportliche Vision, langfristig, gesunde
erfolgreiche Sportler-Persönlichkeiten zu entwickeln, um bei den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich in allen Eiskunstlauf-Disziplinen vertreten zu
sein.
Zur vollständigen DEU-Bundeskaderliste 2026/2027
Sieben Grand-Prix-Startplätze für DEU-Team in der neuen Saison
(DEU, 16.06.2026) Die International Skating Union (ISU) hat am Dienstag die Startplätze für die Grand-Prix-Serie der Saison 2026/2027 bekannt gegeben. Für
das DEU-Nationalteam um die Weltmeister Minerva Hase/Nikita Volodin gibt es insgesamt sieben Startplätze in der höchsten internationalen
Wettbewerbsserie im Eiskunstlaufen.
Die Weltmeister im Paarlaufen Minerva Hase/Nikita Volodin, die ihre Karriere bis zu den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich fortsetzen wollen,
werden beim Grand Prix Skate America in Everett (USA; 13. bis 15. November 2026) und beim letzten Grand Prix, der NHK Trophy in Tokio (Japan; 27. bis 29.
November 2026) an den Start gehen. Die Olympia-Dritten aus Berlin wollen sich erneut für das Grand-Prix-Finale in Chongqing (China; 10. bis 13. Dezember
2026) qualifizieren, der internationale Höhepunkt der ersten Saisonhälfte.
Die Olympia-Zehnten im Paarlaufen Annika Hocke/Robert Kunkel erhielten ebenfalls zwei Grand-Prix-Startplätze. Die WM-Siebten werden beim ersten Grand
Prix de France in Angers (Frankreich; 23. bis 25. Oktober 2026) und bei der Finlandia Trophy in Helsinki (Finnland; 20. bis 22. November 2026) laufen.
Grand-Prix-Premiere für Genrikh Gartung
Für den Grand Prix in Finnland bekam auch WM-Finalist Genrikh Gartung den Zuschlag. Der 19-Jährige wird somit in der kommenden Saison seine Premiere
in der höchsten internationalen Wettbewerbsserie feiern. Zwei neue Programme hat der Vierfach-Springer bereits einstudiert. An die Olympia-Teilnehmer im
Eistanzen Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan gingen Startplätze beim Grand Prix de France und beim Grand Prix Skate America.
In der Grand-Prix-Serie, vergleichbar mit dem Weltcup anderer Wintersportarten, misst sich die internationale Eiskunstlauf-Elite in der ersten Saisonhälfte. Pro
Disziplin qualifizieren sich jeweils die sechs besten Läufer*innen/Paare für das Grand-Prix-Finale 2026, das erste große Highlight der Eiskunstlauf-Saison. In
der zweiten Hälfte der Saison stehen dann die internationalen Meisterschaften an: Die Eiskunstlauf-EM 2027 in Lausanne (Schweiz; 27. bis 31. Januar 2027)
und die Weltmeisterschaften 2027 in Tampere (Finnland; 16. bis 21. März 2027).
Mehr zur ISU Grand-Prix-Serie 2026/2027.
Paarlauf-Stars Hase/Volodin setzen Karriere bis Olympia 2030 fort
(DEU, 22.05.2026) Die Paarlauf-Weltmeister Minerva Hase/Nikita Volodin werden ihre Eiskunstlauf-Karriere fortsetzen. Dies teilten die beiden 26-
Jährigen der Deutschen Eislauf-Union (DEU) mit. Nach dem Gewinn der Olympia-Bronzemedaille in Mailand und dem WM-Titel in Prag hielt sich
das Paar aus Berlin eine Fortsetzung seiner Erfolgsgeschichte zunächst offen. Jetzt steht fest: Mit bewährtem Trainerteam und motiviert für Neues
visieren die Europameister von 2025 das Ziel Olympische Winterspiele 2030 in Frankreich an.
Die Popularität der Sportart Eiskunstlaufen ist in der Olympiasaison stark angestiegen, höchste TV-Einschaltquoten, Weltstars, ausverkaufte Arenen und eine
gigantische WM-Event-Presentation tragen dazu bei, dass sich immer mehr Fans für die Künste auf dem Eis begeistern. Dass Beliebtheit und Interesse der
Sportart in Deutschland steigen, ist besonders Minerva Hase und Nikita Volodin zu verdanken. Mit ihren Erfolgen in den vergangenen drei Jahren zieht das
Weltmeister-Paar immer mehr Aufmerksamkeit auf sich. Weltmeister, Europameister, Olympia-Bronze, zwei weitere WM-Medaillen, ein EM-Vize-Titel und zwei
Siege im Grand-Prix-Finale – so die bisherige, beeindruckende Bilanz.
Diese Erfolgsgeschichte soll mindestens einen Olympiazyklus weitergehen. "Wir haben uns für die Fortsetzung unserer Karriere entschieden, weil wir beide
denken, dass wir unser Potential als Paar noch nicht ausgeschöpft haben und uns noch weiterentwickeln können. Wir planen die vier Jahre bis zu den
Olympischen Spielen 2030 zu laufen. Das Ziel ist es, weiter mit den besten Paaren mithalten zu können", sagt Minerva Hase. Viel hat das Paar schon erreicht,
aber noch nicht alles. Dass die Olympiamedaille von Mailand bronzefarben schimmert, ist für Nikita Volodin Motivation genug. "Ich glaube, wir haben unser
Bestes noch nicht gezeigt – sowohl läuferisch als auch in Bezug auf die Elemente und Präsentation. Und die Begeisterung der deutschen Fans für den
Eiskunstlauf, die in den letzten Jahren gewachsen ist, gibt uns natürlich viel Kraft", sagt der 26-Jährige.
Minerva Hase und Nikita Volodin können auch in Zukunft auf ihr bewährtes Trainerteam setzen. "Wir haben ein breites Team, das hinter uns steht", freut sich
Minerva Hase. Head Coach ist weiter Paarlauf-Experte Dmitry Savin, der das Training des Paares am DEU-Bundesstützpunkt Berlin aus der Ferne lenken und
Hase/Volodin bei den Wettbewerben betreuen wird. Das tägliche Training vor Ort in ihrer Heimat Berlin wird weiterhin der erfahrene Knut Schubert
durchführen, der in dieser Saison auch bei den Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften an der Seite des Paares war. Bestandteil des Betreuerteams
bleiben ebenso Sidnei Brandao als Tanz-, Choreo- und Balletttrainer und Marten Reich als Athletiktrainer. Im Sommer ist geplant, mit Joti Polizoakis an den
Skating Skills zu arbeiten und sich hier zu verbessern.
Neue Elemente und neuer Style für die Saison 2026/2027
Die Regeländerungen der International Skating Union (ISU) im Paarlaufen für die nächste Saison bieten neue Möglichkeiten. Neue vorgeschriebene Elemente
in der Paarlauf-Kür sind eine Choreo-Hebung und eine Choreo-Pirouette. "Wir wollen neue Ideen und Hebungen ausprobieren und offen für Neues sein",
verrät Minerva Hase. Auch ihr Coach Dmitry Savin spricht im Interview mit der DEU von neuen Impulsen: "Ich möchte, dass sich Minerva und Nikita in Zukunft
choreographisch weiterentwickeln. Ich will einen neuen und anderen Style sehen, wir werden etwas Neues ausprobieren und sehen, wie es funktioniert."
Nach der ereignisreichen Olympiasaison wollen Minerva Hase/Nikita Volodin in die kommende nacholympische Saison 2026/2027 etwas später einsteigen – in
Richtung der Grand-Prix-Serie, gegebenenfalls mit einem Challenger-Wettkampf zuvor. Ziel in der ersten Saisonhälfte ist die Qualifikation für das Grand-Prix-
Finale 2026 in Chongqing (China; 10. bis 13. Dezember) und die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Dezember. In der zweiten Saisonhälfte sind
die Highlights die Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2027 in Lausanne (Schweiz; 25. bis 31. Januar 2027) und die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 2027 in
Tampere (Finnland; 15. bis 21. März 2027), wo sie als Titelverteidiger antreten. Die Fans dürfen sich also auf weitere Auftritte des deutschen Traumpaares auf
dem Eis freuen.
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DEU veranstaltet Deutsche Meisterschaften
im Eiskunstlaufen mit Christmas-Gala in
Krefeld
(DEU, 06.08.2026) Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) wird die
kommenden Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen am 18./19.
Dezember 2026 in der YAYLA ARENA in Krefeld veranstalten. Mit der
abschließenden DEU-Christmas-Gala am Samstagabend mit
nationalen und internationalen Stars wird die Meisterschaft zu einem
Highlight für alle Sport- und Eiskunstlauffans der Region und darüber
hinaus. Am Start sind auch die Paarlauf-Weltmeister Minerva
Hase/Nikita Volodin.
Nach 63 Jahren werden die Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen
wieder in Krefeld stattfinden, die 128. Ausgabe der Titelkämpfe wird ein
besonderes Ereignis für die Zuschauer*innen. Nach den Kurzprogrammen
und Küren der besten deutschen Eiskunstläufer*innen im Kampf um die
deutschen Meistertitel wartet als Highlight der Veranstaltung die glitzernde
DEU-Christmas-Gala. Zum Schaulaufen am Samstagabend werden
nationale und internationale Stars der Eiskunstlauf-Szene erwartet. Im
Rahmen der Gala gibt es zudem eine Präsentation der neuen
Synchroneiskunstlauf-Disziplin "Synchro9", die bei den Olympischen
Winterspielen 2030 in Frankreich erstmals olympisch wird.
Sportlich wird es spannend: Für die Athlet*innen sind die nationalen
Titelkämpfe in Krefeld die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die
Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2027 in Lausanne (Schweiz; 25. bis
31. Januar 2027). Die DM-Titel werden in den fünf Meisterklasse-
Wettbewerben Damen, Herren, Paarlaufen, Eistanzen und
Synchroneiskunstlaufen (Disziplin Synchro 12-16) vergeben. Die
Kurzprogramme finden am Freitagabend (18. Dezember) statt, die
Medaillenentscheidungen fallen in der Kür am Samstagmittag (19.
Dezember). Die Teilnehmerfelder der Meisterklasse werden durch die
besten Junior*innen des Landes bereichert. Am Samstagabend sind die
neuen Deutschen Meister*innen dann zusammen mit internationalen
Eiskunstlauf-Stars in der DEU-Christmas-Gala zu bewundern.
Neues attraktives Meisterschafts-Konzept am Eissportstandort
Krefeld
Das DM-Weihnachtsevent wird in Zusammenarbeit mit der
Seidenweberhaus GmbH, dem Betreiber der Multifunktionsarena,
durchgeführt und soll durch seine Strahlkraft die lokalen Eislaufvereine
stärken. Der Eiskunstlauf-Nachwuchs der Region NRW kann die deutschen
Paarlauf-Stars Minerva Hase/Nikita Volodin und Annika Hocke/Robert
Kunkel hautnah im Training und Wettkampf erleben. "Wir möchten den
Zuschauer*innen und Fans mit den Deutschen Meisterschaften und der
Christmas-Gala ein schönes und attraktives Event bieten", sagt DEU-
Geschäftsführerin Tatjana Wagner. "Mit dem neuen Konzept der integrierten
Christmas-Gala mit internationalen Weltklasse-Eiskunstläufer*innen heben
wir die Präsentation unserer nationalen Meisterschaft auf ein neues Level."
Die YAYLA ARENA in Krefeld, Heimspiel-Stätte des Erstliga-
Eishockeyteams Krefeld Pinguine, ist der perfekte Veranstaltungsort für die
Titelkämpfe. „Die Austragung der Deutschen Meisterschaften im
Eiskunstlaufen in Krefeld ist ein besonderer Meilenstein für unsere Stadt
und ein starkes Zeichen für den Eissportstandort Krefeld. Wir sind stolz,
Gastgeber dieser hochkarätigen Veranstaltung zu sein und freuen uns
darauf, die besten Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer Deutschlands
sowie zahlreiche Gäste in der YAYLA ARENA willkommen zu heißen", sagt
Paul Keusch, Geschäftsführer der Seidenweberhaus GmbH. Das erfahrene
Veranstaltungsteam will die Titelkämpfe gemeinsam mit der DEU an dieser
einzigartigen Event Location zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
Der Ticketverkauf für die Deutschen Meisterschaften startet im Laufe des
Septembers.
Die Deutschen Nachwuchs- und Juniorenmeisterschaften im Einzellaufen,
Paarlaufen und Eistanzen werden von 10. bis 13. Dezember 2026 in
Dortmund stattfinden. Die Deutschen Meisterschaften im
Synchroneiskunstlaufen für Advanced Novice und Junioren sowie Synchro9
Junioren und Senioren werden im Rahmen des DresdenCup (21. bis 24.
Januar 2027) ausgetragen.
Foto: Luca Tonegutti
Annika Hocke/Robert Kunkel kehren mit Ziel
Olympia 2030 nach Berlin zurück
(DEU, 02.08.2026) Die Olympia-Zehnten im Paarlaufen Annika
Hocke/Robert Kunkel sind nach vier Jahren Trainingsaufenthalt im
italienischen Bergamo in ihre Heimat zurückgekehrt und haben ihren
Haupttrainingsstandort wieder am Bundesstützpunkt in Berlin.
Betreut werden die WM-Siebten dort auf ihrem Weg zu den
Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich von Nolan Seegert,
der als neuer DEU-Bundesstützpunkttrainer beschäftigt wird.
In der vergangenen Olympiasaison haben Annika Hocke (26) und Robert
Kunkel (27) die Zuschauer in den Eishallen und an den Bildschirmen mit
ihren unterhaltsamen Weltklasse-Programmen und spektakulären
Elementen wie dem "Head Banger" begeistert. Mit Platz zehn bei den
Olympischen Winterspielen in Mailand und Platz sieben bei den
Weltmeisterschaften in Prag liegt eine fantastische Saison hinter den
Berlinern. Das Publikum hat sie mit Standing Ovations gefeiert. Den Weg
des Entertainment-Eiskunstlaufens will das Paar weitergehen und plant
eine Fortsetzung der Karriere bis zu den Olympischen Winterspielen 2030
in Frankreich. „Es ist der große Plan, bis Olympia 2030 weiterzulaufen“,
sagt Robert Kunkel. Mit Start des neuen Olympiazyklus haben die
Deutschen Vizemeister ihren Trainings- und Wohnort zurück in ihre
Heimat verlagert.
Seit Juni trainieren Annika Hocke/Robert Kunkel wieder fest am
Bundesstützpunkt Berlin, wo sie bereits einen Teil ihrer
Olympiavorbereitung auf Mailand bestritten. Vor vier Jahren waren sie ins
italienische Paarlaufzentrum Bergamo gegangen, weil es damals aus ihrer
Sicht keinen passenden Trainer und keine weiteren Top-Paare in Berlin
gab. „Das alles hat sich in Berlin jetzt geändert und wir haben dem
Ganzen in der Olympiavorbereitung eine Chance gegeben und waren
damit sehr zufrieden. Wir wollen die Vorteile, die Berlin mit der
medizinischen Versorgung, der Physiotherapie und dem Standort bietet,
nutzen“, erklärt Kunkel die Entscheidung. „Das Wichtigste für uns war
immer der Trainer, den es mit Nolan nun für uns gibt, und es ist auch
schön, wieder zu Hause zu sein.“
Zwei deutsche Weltklasse-Paare am Bundesstützpunkt Berlin
Das Kapitel Bergamo und sich dort einer starken internationalen
Trainingsgruppe anzuschließen, war damals die richtige Entscheidung.
„Wir bereuen es nicht, nach Bergamo gegangen zu sein, sonst hätten wir
nicht die EM-Medaille und den Grand-Prix-Sieg geholt“, blickt Kunkel
zurück. Bronze bei der EM 2023 und Platz fünf bei der WM 2024 sind aus
dieser Zeit ihre bislang besten Meisterschaftsresultate. Seit Dezember
2024 ist Nolan Seegert, ehemaliger Olympia-Teilnehmer mit Minerva
Hase, schon Teil ihres italienischen Trainerteams um Ondrej Hotarek
gewesen. Intensiver wirkt der 34-Jährige aber erst seit der vergangenen
Saison mit und wird Hocke/Kunkel nun im täglichen Training anleiten.
„Nolan ist sehr engagiert und zuverlässig und ein Trainer, der seinen Job
für die Sportler und den Sport macht“, sagt Robert Kunkel über den
ehemaligen Konkurrenten. Hotarek wird weiter Teil des Trainer-Teams
bleiben.
Mit der Rückkehr von Annika Hocke und Robert Kunkel trainieren beide
deutsche Weltklasse-Paare, die Eiskunstlauf-Deutschland in der
Olympiasaison so begeistert haben, mit dem Fernziel Olympische
Winterspiele 2030 in Berlin. Die Weltmeister und Olympia-Dritten Minerva
Hase/Nikita Volodin werden dort vor Ort wie bisher von Knut Schubert und
aus der Ferne von Dmitry Savin gecoacht. Hocke/Kunkel sind es aus
Bergamo gewohnt, sich das Eis mit anderen Top-Paaren zu teilen. „Wir
hoffen, dass wir auch in Berlin davon profitieren“, sagt Annika Hocke, für
die sich die Eishalle 2 im Sportforum noch genauso vertraut anfühlt. „Dass
die Trainingszeiten hier immer eine Stunde lang sind, ist sehr angenehm,
in Bergamo waren es nur 40 Minuten“, freut sich Robert Kunkel.
Neue "entertaining" Programme für 2026/2027
Die Programme für die neue Saison 2026/2027 sind im Aufbau. Das
Kurzprogramm wird mit Choreograph Joti Polizoakis in Berlin einstudiert.
Die Choreographie des Kür-Programms baute das Paar bei Luca Lanotte
in der Olympiastadt Mailand auf. „Es wird wieder entertaining, mehr
verraten wir noch nicht“, kündigt Annika Hocke an. Für die kommenden
Jahre sehen die Olympia-Zehnten viele Verbesserungsmöglichkeiten, an
denen sie arbeiten möchten. „Wir können uns noch überall
weiterentwickeln, es gibt nichts, wo wir sagen können, da sind wir
perfekt“, sagt Robert Kunkel. „Gerade mit den neuen Regeländerungen,
der neuen Choreo-Hebung und Choreo-Pirouette, kommt noch mehr
Kreativität ins Spiel und wir haben für alle Elemente Ideen, wo wir uns
verbessern können, auch im Läuferischen, in der Prävention und Reha.
Da sind keine Grenzen gesetzt.“
Die Vorbereitung auf die Olympiasaison hatte eine Handverletzung von
Kunkel erschwert, daraus haben sie mit ihren erfolgreichen Auftritten
definitiv das Beste gemacht. Nach ihrem gemeinsamen Karriere-Highlight
der Olympischen Winterspiele 2026 ist die Motivation weiter hoch und hilft
auch die harten Trainingseinheiten im Sommer durchzuziehen. „Wenn
man den Großteil der Zeit das tun kann, was man liebt und vor Publikum
laufen darf, das so mitgeht wie bei Olympia oder der WM, dann machen
wir unseren Sport super gerne, so lange wie es irgendwie geht, weil es ein
großes Privileg ist“, meint Annika Hocke. Die Zuschauer dürfen sich also
noch mindestens vier weitere Jahre auf ihre beliebten Programme freuen.
Weltklasse-Eiskunstlauf zum Saisonstart bei
der Nebelhorn Trophy
(DEU, 25.07.2026) Bei der letztjährigen Nebelhorn Trophy in Oberstdorf
waren 32 spätere Olympia-Teilnehmer*innen der Winterspiele 2026 in
Mailand am Start. Auch bei der 58. Nebelhorn-Trophy von 24. bis 26.
September 2026 im Eissportzentrum Oberstdorf ist wieder ein absolutes
Weltklasse-Teilnehmerfeld zu erwarten. Dann läutet der Challenger-
Wettbewerb am Fuße des Nebelhorns den neuen Olympiazyklus der
besten Eiskunstläufer*innen der Welt ein.
Im Vorjahr war die Nebelhorn Trophy, als Teil der ISU Challenger-Series,
hochkarätig besetzt. Unter den Stars der Veranstaltung waren die
deutschen Paarlauf-Weltmeister Minerva Hase/Nikita Volodin, die
japanischen Paarlauf-Olympiasieger Riku Miura/Ryuichi Kihara, die
starken US-Läuferinnen Amber Glenn und Isabeau Levito, der Schweizer
Europameister von 2025 Lukas Britschgi sowie die mehrfachen EM- und
WM-Medaillengewinner im Eistanzen Lilah Fear/Lewis Gibson aus
Großbritannien. Das Teilnehmerfeld der diesjährigen Nebelhorn Trophy
steht nach dem Meldeschluss Anfang September fest und wird erneut
zahlreiche internationale Top-Eiskunstläufer*innen aufweisen. Der
renommierte Wettbewerb in Oberstdorf ist für deutsche Eiskunstlauf-Fans
die beste Möglichkeit Weltklasse-Eiskunstlauf hautnah live zu erleben.
Aus deutscher Sicht streben die Olympia-Zehnten im Paarlaufen Annika
Hocke/Robert Kunkel ihren Saisonstart bei der Nebelhorn Trophy an. Die
Berliner waren in der vergangenen Saison mit ihren spektakulären Flug-
Elementen zu Publikumslieblingen avanciert. EM- und WM-Finalist
Genrikh Gartung vom EC Oberstdorf wird als Local Hero sein Nebelhorn-
Trophy-Debüt geben. Für den 19-Jährigen steht die erste ganze Saison in
der Seniorenklasse bevor, in der Olympiasaison hatte der junge
Vierfachspringer noch Starts in der Junioren- und Seniorenklasse
absolviert. Mit zwei neuen Programmen und einem neuen Stil will der
Deutsche Meister an seiner Trainingsstätte vor Heim-Publikum einen
guten Auftakt hinlegen und sich weiter in der internationalen Szene
etablieren. Das komplette DEU-Team für die Nebelhorn Trophy wird
Anfang September bekannt gegeben.
Online-Tickets ab Mitte August
Der Online-Ticketverkauf für die Nebelhorn Trophy 2026 startet Mitte
August. Weitere Informationen zur Nebelhorn Trophy gibt es auf der
Event-Seite.
Synchroneiskunstlaufen feiert bei
Winterspielen 2030 Olympia-Premiere
(DEU, 08.07.2026) Der Traum wird wahr! Synchroneiskunstlaufen wird bei
den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich erstmals olympisch.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Disziplin mit dem
neuen Format “Synchro 9” in das Olympische Programm aufgenommen,
wie die International Skating Union (ISU) am Dienstag mitteilte. Die
Deutsche Eislauf-Union (DEU) visiert eine Olympia-Teilnahme in vier
Jahren an.
Die brandneue Synchroneiskunstlauf-Disziplin "Synchro9" wird Teil des
Wettkampf-Programms der Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich
sein. "Dass Synchroneiskunstlaufen mit der Disziplin Synchro9 olympisch
wird, ist eine weitreichende Entscheidung für unsere Sportart. Wir
kommen mit einer neuen Team-Disziplin in das olympische Programm.
Damit geht der Traum vieler Synchronläuferinnen in Erfüllung und wir
wollen uns als eine der stärksten Synchron-Nationen für diese Olympia-
Premiere qualifizieren", sagt DEU-Geschäftsführerin Tatjana Wagner, bei
der Deutschen Eislauf-Union für Synchroneiskunstlaufen verantwortlich.
Unter anderem durch die Aufnahme der Eiskunstlauf-Team-Disziplin
Synchro9 sollen die Olympischen Winterspiele 2030 zu den ersten
Winterspielen mit geschlechtergerechter Teilnehmer- und
Wettbewerbsanzahl werden, wie das IOC mitteilte.
Bei der neu entwickelten Disziplin "Synchro9", die vom Weltverband ISU
jung, modern, TV- und zuschauerfreundlich konzipiert wird, umfassen die
Synchron-Teams statt bisher 16 Läufer*innen nur 9 (ausschließlich
weibliche) Sportlerinnen. Synchron beinhaltet Elemente aller Eiskunstlauf-
Disziplinen Einzellaufen, Paarlaufen und Eistanzen und das mit der
Herausforderung, diese als Team synchron auszuführen. In welche
Richtung "Synchro9" technisch genau gehen wird, zeigt die kommende
Saison 2026/2027. Dann wird die neue Disziplin, die bei der Synchron-
WM 2026 in Salzburg von drei Demo-Teams aus Finnland, USA und
Kanada vorgestellt wurde, zunächst ihre internationale Wettkampf-
Premiere feiern. Die ISU richtet 2027 eine große Weltmeisterschaft für
Synchro 9 und Synchro 12-16 in Nottingham (Großbritannien; 26. März
bis 4. April 2027) aus.
Die Deutsche Eislauf-Union befasst sich als viertbeste Nation der
vergangenen SYS-Weltmeisterschaften (Synchro 16) bereits frühzeitig mit
der neuen Synchron-Disziplin, um sich mit gut ausgebildeten Synchro9-
Teams für die olympischen Wettbewerbe qualifizieren zu können. Die DEU
wird mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem
Bundeskanzleramt im Rahmen der Strukturgespräche die
Fördermöglichkeiten für die neue olympische Disziplin
Synchroneiskunstlaufen verhandeln, um den Leistungssport Synchron
zielführend zu entwickeln. Auf dem Weg zu den Olympischen
Winterspielen 2030 warten als wichtige Zwischenetappen die
Olympischen Jugend-Winterspiele 2028 in Dolomiti Valtellina (Italien), wo
das Format Synchro9 für den Anfang im kleineren Rahmen olympisch
wird, und die Multi-WM 2028 der ISU-Eissportarten Eiskunstlaufen,
Synchron, Eisschnelllauf und Short Track in Peking (China). Durch die
neuen olympischen Perspektiven gewinnt Synchroneiskunstlaufen an
Attraktivität, auch für gut ausgebildete Eiskunstläuferinnen der anderen
Disziplinen.
DEU gibt Eiskunstlauf-Bundeskader für
Saison 2026/2027 bekannt
(Pamela Lechner, 07.07.2026) Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) hat den
Eiskunstlauf-Bundeskader für die Saison 2026/2027 bekannt gegeben.
Angeführt von den Paarlauf-Weltmeisterin Minerva Hase/Nikita Volodin
umfasst das Nationalteam zum Start in den neuen Olympiazyklus
insgesamt 36 Athlet*innen im Olympia-, Perspektiv-, Ergänzungs- und
Nachwuchskader 1 (OK/PK/EK/NK1). Weitere 26 junge Sportler*innen
wurden in den Nachwuchskader 2 (NK2) aufgenommen.
Der DEU-Bundeskader für 2026/2027 wurde vom Präsidium der
Deutschen Eislauf-Union, den Athletensprecher*innen und dem
Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bestätigt. Der höchsten
Förderstufe, dem Olympiakader, gehören erneut die Olympia-Dritten im
Paarlaufen Minerva Hase/Nikita Volodin an. Das Weltmeister-Paar aus
Berlin setzt seine Karriere fort und visiert die Olympischen Winterspiele
2030 in Frankreich an. Auch die Olympia-Zehnten im Paarlaufen Annika
Hocke/Robert Kunkel laufen einen weiteren Olympiazyklus. Größte
Höhepunkte in der kommenden Saison sind die Eiskunstlauf-EM in
Lausanne (Schweiz; 27. bis 31. Januar 2027) und die Weltmeisterschaften
2027 in Tampere (Finnland; 17. bis 21. März 2027).
Die Zukunft des erfolgreichen deutschen Paarlaufens soll durch
Disziplinwechsel langfristig gestärkt werden. So ist die Deutsche Meisterin
der Damen Julia Grabowski kürzlich zum Paarlaufen gewechselt und
bildet mit dem NRW-Paarläufer Lukas Gneiding ein neues Paar. Die DEU
legt im neuen Olympiazyklus 2030 strategisch den Fokus auf die
Paardisziplinen, um gut ausgebildeten Einzelläufer*innen mit größerer
Perspektive im Eistanzen oder Paarlaufen einen Disziplinwechsel zu
ermöglichen. Dafür wurde für die Übergangsphase des Disziplinwechsels
ein neuer Transferstatus "T" geschaffen.
Neues aussichtsreiches DEU-Eistanzpaar Sara Kishimoto/Michail
Savitskiy
Am breitesten aufgestellt ist der DEU-Perspektivkader mit fünf Paaren im
Eistanzen, darunter die Olympia-Teilnehmer Jennifer Janse van
Rensburg/Benjamin Steffan und die EM-Finalisten Charise Matthaei/Max
Liebers. Ein neues Eistanzpaar hat die DEU mit Sara Kishimoto/Michail
Savitskiy, die an der Ice Academy of Montreal (Kanada) und am
Bundesstützpunkt Oberstdorf trainieren und seit Anfang Mai das
internationale Startrecht für Deutschland haben. Der zweimalige Junioren-
WM-Medaillengewinner Savitskiy hat mit der gebürtigen Japanerin
Kishimoto eine neue Partnerin gefunden. Seine ehemalige Partnerin
Darya Grimm startet mit ihrem neuen Partner Grigorii Rodin in der
nächsten Saison nochmals in der Juniorenklasse – als sehr
aussichtsreiches Paar für die Junioren-WM 2027 in Sofia (Bulgarien; 24.
bis 28. Februar 2027).
In den Einzeldisziplinen steht EM- und WM-Finalist Genrikh Gartung im
DEU-Perspektivkader. Der 18 Jahre alte Vierfachspringer konzentriert sich
fortan komplett auf die Seniorenklasse. Bei den Frauen gibt es vier
hoffnungsvolle Juniorinnen im Nachwuchskader 1, die in den kommenden
Jahren Schritt für Schritt den Anschluss an das Senioren-Niveau schaffen
können. Die Deutsche Eislauf-Union verfolgt die leistungssportliche
Vision, langfristig, gesunde erfolgreiche Sportler-Persönlichkeiten zu
entwickeln, um bei den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich in
allen Eiskunstlauf-Disziplinen vertreten zu sein.
Zur vollständigen DEU-Bundeskaderliste 2026/2027
Sieben Grand-Prix-Startplätze für DEU-Team in der
neuen Saison
(DEU, 16.06.2026) Die International Skating Union (ISU) hat am Dienstag
die Startplätze für die Grand-Prix-Serie der Saison 2026/2027 bekannt
gegeben. Für das DEU-Nationalteam um die Weltmeister Minerva
Hase/Nikita Volodin gibt es insgesamt sieben Startplätze in der höchsten
internationalen Wettbewerbsserie im Eiskunstlaufen.
Die Weltmeister im Paarlaufen Minerva Hase/Nikita Volodin, die ihre
Karriere bis zu den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich
fortsetzen wollen, werden beim Grand Prix Skate America in Everett
(USA; 13. bis 15. November 2026) und beim letzten Grand Prix, der NHK
Trophy in Tokio (Japan; 27. bis 29. November 2026) an den Start gehen.
Die Olympia-Dritten aus Berlin wollen sich erneut für das Grand-Prix-
Finale in Chongqing (China; 10. bis 13. Dezember 2026) qualifizieren, der
internationale Höhepunkt der ersten Saisonhälfte.
Die Olympia-Zehnten im Paarlaufen Annika Hocke/Robert Kunkel
erhielten ebenfalls zwei Grand-Prix-Startplätze. Die WM-Siebten werden
beim ersten Grand Prix de France in Angers (Frankreich; 23. bis 25.
Oktober 2026) und bei der Finlandia Trophy in Helsinki (Finnland; 20. bis
22. November 2026) laufen.
Grand-Prix-Premiere für Genrikh Gartung
Für den Grand Prix in Finnland bekam auch WM-Finalist Genrikh Gartung
den Zuschlag. Der 19-Jährige wird somit in der kommenden Saison seine
Premiere in der höchsten internationalen Wettbewerbsserie feiern. Zwei
neue Programme hat der Vierfach-Springer bereits einstudiert. An die
Olympia-Teilnehmer im Eistanzen Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin
Steffan gingen Startplätze beim Grand Prix de France und beim Grand
Prix Skate America.
In der Grand-Prix-Serie, vergleichbar mit dem Weltcup anderer